NEU – Elektromotorrad BISON

Elektromotorräder in Form der Großroller sind für den urbanen, aber auch den ländlichen Raum, ideale Verkehrsmittel (mehr dazu im Artikel über Elektrogroßroller hier im Blog und auf der ZWV Website). Das hat dazu geführt, dass wir den PUMA 9000 electric von 2013-2015 importiert haben. Die guten, aber auch schlechten Erfahrungen, vor allem mit der Herstellerfirma, haben uns dazu bewogen einen eigenen Elektro-Großroller zu bauen, bzw. zusammenzustellen und hier in Europa mit eigener EU-Typisierung endzufertigen. Die Vorbereitung zu dem Projekt BISON laufen bereits seit Frühsommer 2016 und Anfang 2017 wird an einem ersten noch nicht elektrischen Modell die Eignungsüberprüfung durchgeführt.

Warum ein eigenes eMotorrad?
Das ist eigentlich leicht erklärt. Nicht nur der PUMA, sondern auch andere mir bekannte eMotorräder und eGroßroller, sind von derart schlechter Verarbeitungsqualität, das ist für europäische Käufer nicht zumutbar und auch die Langlebigkeit leidet enorm, da technische Lösungen (Batteriemanagement) und Komponenten oft nicht halten was sie versprechen. Mich persönlich stört es extrem, dass einige Importeure/Verkäufer solche Fahrzeuge billigst in China einkaufen und dann bei uns um das 2-3 Fache verkaufen, ohne die geringsten Verbesserungen. Das kann den Ruf dieser tollen Fahrzeuge sehr leicht nachhaltig kaputt machen. Wir haben es mit dem PUMA jahrelang versucht und in kleinen Bereichen auch Verbesserungen erreichen können, sind aber letztendlich an der Sturheit und der Uneinsichtigkeit der Herstellerfirma gescheitert.
Das ist der Grund, warum wir alles selbst in die Hand nehmen müssen, um unseren Vereinszielen (ökologische, nachhaltige und leistbare Mobilität) gerecht zu werden.
Wie gesagt, leider kann man gute und schlechte chinesische eMotorräder nicht an ihrem Internetauftritt oder bei einer Probefahrt erkennen. Das merkt man oft erst viel später!

projekt-bison

Was ist beim BISON besser?
Nun, alle schlechten Erfahrungen, die wir gemacht haben, werden vermieden.
Pluspunkte des neuen BISON:

+ Das Design muss gefallen und darf keine Kopie eines bestehenden Rollers (Honda, Suzuki, usw.) sein. Solche Kopien gibt es sehr viele in China, was auch die Suche nach einen geeigneten Fahrzeug so schwierig gemacht hat. Also es muss eine chinesische Entwicklung sein. Beim PUMA war das OK, beim BISON auch!

+ Der BISON ist fit für die Zukunft, da er ein rein digitales Dashboard haben wird, ohne Mechanik und analoge Anzeigeninstrumente. Die Leuchten und Scheinwerfer (Hauptscheinwerfer, Rücklicht, Blinker, usw.) sind alles LED-Leuchten, hier ist keine einzige Glühbirne mehr zu finden.

+ Ein Ziel ist es die Reichweite des 2013er PUMA zu verdoppeln, also 160-200km sollten möglich sein.

+ Der Verein ZukunftsWerkstatt Verkehr importiert nicht das komplette Fahrzeug, sondern er kauft nur die Einzelteile ein. Damit wird die Anhänigkeit von einem chinesischen Hersteller auf mehrere verteilt, was für uns sicherer ist.

+ Die einzelnen technischen Komponenten, wie Batterie, Motor, Controller, DC-DC-Wandler, Stromkabel, Ladegerät, usw. werden von sehr guter, langlebiger Qualität sein und aus China und Deutschland bezogen werden.

+ Der Aufbau des gesamten Fahrzeuges wird äußerst modular gestaltet, damit die Fehlerdiagnose/Erkennung schnell und leicht erfolgen kann und ebenso die Reparatur. Der BISON wird daher auch einfach und unkompliziert sein, also ohne technischen Schnick Schnack. Geschickte BISON-Fahrer sollten ziemlich alles selbst machen können, sollte einmal ein Teil kaputt gehen.

+ Der Zusammenbau wird in Europa erfolgen und somit unseren Qualitätsansprüchen genügen. Hierzu wird es ein ganz neues Konzept geben.

+ Ein sehr wichtiges Ziel ist die Preisgestaltung für den Endkunden. Für das BISON Projekt ist es unumgänglich, dass der Preis leistbar und damit möglichst niedrig bleiben wird.

+ Ein ganz wichtiger Punkt ist, das der Verein ZWV der Hersteller des BISON ist und die europaweite Typisierung machen wird. Das reduziert weiter die Abhänigkeit von chinesischen Firmen und die BISON-Käufer können ganz sicher sein, dass sie mit einem legalen Fahrzeug unterwegs sind. Das ist bei vielen chinesischen Import-eRollern nicht so, die fahren ohne Kenntnis ihrer Besitzer mit ungültigen CoC-Papieren herum, teilweise sogar mit gefälschten Unterlagen. Die EU ist hier bereits sensibilisiert!

+ Der BISON wird bewußt nicht als Sportmaschine zum Austoben am Wochenende werbetechnisch positioniert, sondern als Alltagsmaschine für den täglichen Gebrauch. BISON steht für Kraft, Ausdauer und Robustheit! Auch wenn der BISON die typisch guten Fahrleistungsdaten eines eMotorrades aufweisen wird, ist er keine Rennmaschine.

Ein ökologisches Fahrzeug zu kaufen reicht nicht, man muss es auch mit Hirn ökologisch fahren, sonst ist der positive Beitrag zum Klimaschutz dahin.

Weitere Informationen und den Stand des Projekt BISON können sie auf der ZWV Website verfolgen.

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